Gefangen im Packeis - die abenteuerLiche Fahrt der Endurance

von Christa-Maria Zimmermann
Mit: Uwe Friedrichsen, Rolf Becker, Stephan Schwartz, Christian Redl, Dietmar Mues u.a.
Hörspielbearbeitung: Heidi Knetsch und Stefan Richwien
Komposition: Serge Weber
Regie: Hans Helge Ott
Produktion: NDR/BR 2007
50'/53'

1. August 1914: Nur äußerst zuverlässige und starke Männer kann Sir Ernest Shackleton für seine Expedition zur Durchquerung der Antarktis gebrauchen. Er wählt über zwei Dutzend Seeleute aus. Der erst 16jährige Peter, dessen größter Wunsch die Teilnahme an dieser Expedition ist, befindet sich nicht darunter. Deshalb versteckt er sich als blinder Passagier auf der „Endurance“, dem Schiff, das die Mannschaft ins Polarmeer bringen soll. Schon bald wird Peter entdeckt, darf aber als Küchenjunge an dieser abenteuerlichen Reise teilnehmen, bei der Schwierigkeiten und Gefahren nicht lange auf sich warten lassen. Die Endurance wird im Packeis eingeschlossen und schließlich durch dessen Kraft zermalmt. Nur die Zuversicht Shackletons hilft der Mannschaft, genügend Mut und den Willen aufzubringen, fast zwei Jahre im Eis zu überleben und sich selbst zu retten. Die Geschichte der Endurance und ihrer Mannschaft basiert auf wahren Begebenheiten: Im April 1916 beschloss Shackleton, mit fünf seiner Männer Hilfe aus Südgeorgien zu holen, 700 Seemeilen entfernt. Am 30. August 1916 konnten die restlichen Mannschaftsmitglieder von Elephant Island gerettet werden. Einige von ihnen fanden aber kurz darauf doch noch einen frühen Tod – an den Fronten des Ersten Weltkriegs in Europa.

Ernest Henry Shackleton, (1874-1922) war ein britischer Polarforscher irischer Abstammung. 1884 ließ sich sein Vater als Arzt in London nieder. Shackleton widersetzte sich dessen Wunsch, ebenfalls Arzt zu werden, und machte Karriere auf See. Im September 1900 bewarb er sich für die Teilnahme an der Nationalen Antarktis-Expedition, die erste Expedition unter seiner Leitung fand von 1907 bis 1909 statt. Für deren Erfolge wurde Shackleton 1909 geadelt. Das wahrhaft Bedeutsame an Shackleton war seine ungeheuer moderne Persönlichkeit: Im Gegensatz zu anderen Polarfahrern des „heroischen Zeitalters“, die launisch waren und sich wie Fürsten aufführten, hatte er einen extrem fortschrittlichen Führungsstil. Er kümmerte sich um jeden einzelnen seiner Männer und überließ ihm in der Not seinen letzten Zwieback. Deshalb wurde ihm auch der größte Erfolg zuteil, der in der Polarfahrt heute noch von Interesse ist: die Kunst des gemeinschaftlichen Überlebens.

Christa-Maria Zimmermann, geboren 1943 in Wels/Oberösterreich, wuchs in Düsseldorf-Kaiserswerth auf, wo sie heute als freie Autorin mit ihrer Familie lebt. Sie studierte Kunstgeschichte und Geschichte, arbeitete dann als Redakteurin bei einer großen Tageszeitung. Als Autorin wurde Christa-Maria Zimmermann zunächst mit ihren historischen Kriminalromanen für Erwachsene bekannt. Inzwischen zählt sie zu den renommiertesten deutschen Autoren historischer Kinder- und Jugendromane. Ihre Abenteuerbücher spielen häufig auf See und haben immer einen spannenden geschichtlichen Hintergrund. „Die Straße zwischen den Welten“ wurde von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur im Oktober 2003 als „Buch des Monats“ ausgezeichnet. 2005/06 erhielt sie den Friedrich-Gerstäcker- Preis für Jugendliteratur.