Gelöschtes Leben

von Alexandre Postel

Regie: Jörg Schlüter
Bearbeitung: Andreas Westphalen
Produktion: WDR 2014
Länge: 54'

Philosophieprofessor Damien North lebt völlig zurückgezogen in seinem Haus, als ihm der Internetzugang zu seinem Universitätsaccount gesperrt wird. Man hat pädophil-pornografisches Bildmaterial auf seiner Festplatte entdeckt und seine Verhaftung folgt auf dem Fuß.

North beteuert immer wieder seine Unschuld, aber der Anwalt rät ihm zu einem taktischen Schuldbekenntnis, um mit einer geringeren Haftstrafe davon zu kommen. Die Zeit in der Gemeinschaftszelle mit einem berüchtigten Kindermörder wird für Damien zur Hölle, aus der er sich nur durch einen Gewaltakt glaubt befreien zu können. Sein vermeintlicher Angriff auf den Mithäftling endet in einem epileptischen Anfall. Aus dem Gefängniskrankenhaus wird Damien in eine psychiatrische Klinik überstellt, weil er sich bereit erklärt hat, an einem vom Justizministerium befürworteten abstrusen Laborversuch teilzunehmen. Doch noch vor der Auswertung wird seine sofortige Entlassung anberaumt.

Mit "Gelöschtes Leben" (Originaltitel:"Un homme effacé") legt der erst 32-jährige Alexandre Postel seinen ersten Roman vor, für den er im Herbst 2013 mit dem Prix Goncourt für Erstlingswerke ausgezeichnet wurde.