Das Geräusch

von Ludwig Harig

Regie: Oskar Nitschke
Produktion: SDR 1963
Länge: 48

Das Geräusch kommt anfangs wie ein Alptraum auf die Menschen eines Stadthauses zu. Unerklärbar kündigt es sich einzelnen Bewohnern an, die plötzlich hören, was allgemein nicht gehört wird oder gehört werden will. Dialoge in der Sprache des Alltags umkreisen das Phänomen, zeigen, wie sich Menschen in ihrer Sprache missverstehen, wie sie Wahrheit und Schuld darin hysterisch zu verbergen und zu vergessen suchen. Ein kleiner Junge allein hört auf das, was alle von sich weisen; er hat die ganze schreckliche Wahrheit entdeckt: ein abgetötetes Leben.

Mit: Edith Heerdegen, Volker Eckstein, Hans Timerding, Gerhard Geisler, Mila Kopp, Heinz Baumann, Gustl Halenke

Ludwig Harig, geb. 1927, Hörspielmacher, Autor. Romane, Übersetzungen. Hörspiele u.a. Staatsbegräbnis 1 (SR/WDR 1969), Entstehung einer Wortfamilie (BR/WDR 1972), Staatsbegräbnis 2 (SR/WDR 1973), Drei Männer im Feld (WDR 1986, Hörspielpreis der Kriegsblinden).