Der Gesang des Muezzins

von Percy Kemp
aus dem Französischen von Claudia Feldmann
Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer
Produktion: WDR 2005
Min. 54'/54'

Der Spion Harry Boone wird von Beirut nach Kairo versetzt. Dort erfährt er von einem Friedensmarsch gläubiger Moslems aus aller Welt mit dem Ziel Jerusalem. Initiiert hat ihn Bilal, der junge Muezzin mit der charismatischen Stimme, der Tag für Tag vom Minarett der Kairoer Kit Kat-Moschee zum Gebet aufruft. Vor allem die USA und Israel zeigen sich sichtlich beunruhigt. Unterdessen versuchen die Islamisten, Bilals Bewegung umzupolen und ihr eine radikale Richtung zu geben. Sie erhoffen sich, damit den verhassten Saudis Probleme zu schaffen. Ein CIA-Spezialist will den Friedensmarsch stoppen und die Ermordung Bilals durch Islamisten lancieren. Boone soll ihm dabei helfen. Das Schreckensszenario, das CIA und der israelische Botschafter in Kairo vor Boone auszubreiten versuchen, fordert Boone zu eigenen Initiativen heraus. Der Tag der geplanten Pilgerfahrt rückt immer näher und die Verunsicherung unter den Gläubigen wächst.

"Der Gesang des Muezzins" ist nicht nur ein spannender Spionagefall. Das Hörspiel setzt sich ebenso mit der politischen Instrumentalisierung vermeintlicher Gefahren aus Nahost auseinander.

Percy Kemp wurde 1962 als Sohn einer Libanesin und eines Briten geboren. Er arbeitete als Journalist und politischer Berater, bevor er 2002 seinen ersten Roman veröffentlichte. Kemp schreibt auf Französisch und hat sich in der Zwischenzeit mit seinen Romanen einen festen Platz in der französischen Gegenwartsliteratur erobert.