Die Gesellschaft vom Dachboden

von Ernst Kreuder

Bearbeitung, Komposition und Regie: Klaus Buhlert
Produktion: BR 2003
Länge:81'25

Auf dem Dachboden eines deutschen Kleinstadthauses beginnt ein Verschwörermärchen: Sechs Männer haben es satt, ihr Leben in ordentlicher kleinbürgerlicher Manier zu vergeuden. Unter dem Motto "Jeder sein eigener Phantast" gründen sie als vehemente Absage an die moderne Industriegesellschaft einen Geheimbund wider die Dummheit. Der Dachboden wird von Geschäftemachern "besetzt", die Geheimbündler heben einen Schatz, werden verstreut und finden sich am Ende auf der Alten Liebe, einem ausgemusterten Flussdampfer, wieder. Sie geloben, in einer Welt der ruhelos Tüchtigen als "Verborgene" zu überleben - getreu ihren sieben Programmpunkten: Aufrichtigkeit, Anhänglichkeit, Beharrlichkeit, Barmherzigkeit, Überschwänglichkeit, Friedfertigkeit und Wandelbarkeit. Die Gesellschaft vom Dachboden wurde 1946 von der Kritik als "Zaubergarten skurriler deutscher Träumerei" bezeichnet, die Hörspieladaption wurde als Hörspiel des Monats August ausgezeichnet. In der Jurybegründung heißt es: "Das Hörspiel beeindruckt sowohl durch seine Sprache als auch durch die märchenhafte Diktion, die durch eine wiederkehrende Moritat noch zusätzliche Struktur gewinnt."

Mit Manfred Zapatka, Thomas Thieme, Bernhard Schütz, Stefan Wilkening, Michael Habeck, Tanja Schleiff