Gestatten, mein Name ist Cox

von Rolf Becker
Musik: Siegfried Franz
Regie: Hans Gertberg
Produktion: NWDR 1952
54', 54', 54', 54'

Paul Cox, passionierter Glücksspieler, der sich nur zu gerne in illegalen Spielhöllen und auf Pferderennbahnen aufhält, verführerischer Charmeur und Bonvivant, führt mit seiner Freundin Margit Simmons ein geruhsames Leben. Diese Ruhe wird jedoch aufs Empfindlichste gestört, als sein eigener Rechtsanwalt ihn zu erpressen beginnt. Als Cox in dessen Wohnung einbricht, um einige für ihn entlarvende Dokumente zu entwenden, ist Wallings bereits ermordet worden - und zwar mit dem Taschenmesser von Cox...
»Es gab eine Zeit, in der jeder halbwegs vernünftige Mensch geglaubt hätte, aufgrund von einwandfreien Indizien, wie man so schön sagt, ich sei der Mörder von Rechtsanwalt Wallings, ich Paul Cox. Und glauben Sie mir, die Indizien waren so einwandfrei, dass ich mich selber beinahe schon für den Mörder hielt. Ich saß über beide Ohren in der Tinte...«.
Paul Cox, von Scotland Yard gejagt, sucht auf eigene Faust den Mörder des Mannes, der ihn in einem Prozess um illegale Spielgewinne verteidigt und ihm zu seinem Geld verholfen hat. Auf überaus geistreiche und humorvolle Art und Weise hält er seine Verfolger ein ums andere Mal zum Narren und muss dabei feststellen, dass selbst engsten Vertrauten in dieser Angelegenheit nicht zu trauen ist.
Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als ein vermeintlicher Entlastungszeuge, Peter Fitzgerald, der Sohn seines Nachbarn, entführt wird. Gestern dachten wir, der Fall Wallings sei schon so gut wie geklärt, und heute beginnt das Rätselraten...«
Die Ermittlungen Inspektor Carters und seines Assistenten Collins von Scotland Yard geraten zunehmend ins Stocken.
Grund genug für den Hauptverdächtigen Cox, seine eigenen Recherchen zu forcieren. In der Wohnung seiner bei einem Autounfall tödlich verunglückten Braut Margit Simmons findet Cox den entführten Paul Fitzgerald, der ihn im Mordfall Wallings wesentlich entlasten könnte.
Immer klarer werden Cox die wahren Hintergründe des Mordfalls. Als er der Lösung denkbar nahe ist, sich der Polizei stellen und Inspektor Carter die Ergebnisse seiner Recherchen mitteilen möchte, wird er jedoch selbst Opfer einer Entführung...
Auch in der dritten Folge von »Gestatten, mein Name ist Cox« nimmt die Aufklärung des Falls Wallings überaus überraschende Wendungen. So ist auch erklärlich, dass Rolf Beckers Kriminalhörspiel aus den fünfziger Jahren bei seiner Erstausstrahlung zum »Straßenfeger« wurde.
»Inspektor, ich muss Ihnen ein Geständnis machen: Ich bin ein Idiot. Seit zwei Tagen laufe ich vor der Polizei davon, um Beweise für meine Unschuld im Mordfall Wallings zu finden, Beweise und Zeugen. Und von Anfang an habe ich einen stichfesten Beweis gehabt, dass ich nicht der Mörder gewesen sein kann. Der Witz ist nur, das ist mir gerade eben erst eingefallen... Was ist das für ein Beweis? Glaubt Inspektor Carter von Scotland Yard an die Unschuld Cox’? Und was kann jener ominöse Herr mit der Aktentasche, der Wallings noch kurz vor seiner Ermordung aufgesucht hat, zur Klärung des Falles beitragen? Welchen Part übernimmt in diesem dubiosen Spiel jener geheimnisvolle Mister Richardson, der immer dann auf der Bildfläche erscheint, wenn Cox am dringendsten Hilfe benötigt? Und welche Aufschlüsse schließlich bringt die Aussage eines gewissen Mister Montague?
Jetzt sind detektivischer Scharf- und kriminalistischer Spürsinn gefragt – und den steuern im abschließenden Teil von »Gestatten, mein Name ist Cox« Scotland Yard und Paul Cox gemeinsam bei...

Mit Carl-Heinz Schroth, Karin Jacobsen, Heinz Klingenberg, Manfred Steffen, Richard Münch, u.v.a.

Vor fünfzig Jahren begann mit dieser Episode einer der größten Erfolge der Hörspielkrimi-Nachkriegsgeschichte.

Rolf Becker | geboren 1923 in London, arbeitete nach dem Krieg als Aufnahmeleiter für verschiedene Filmfirmen und wurde 1953 freier Autor. Während eines Gastvertrages als Rundfunkregisseur bei der BBC schrieb Becker die Krimiserie »Gestatten, mein Name ist Cox«, die er, um dem Vorbehalt deutscher Rundfunkanstalten gegenüber deutschen Krimi-Autoren zuvorzukommen, unter dem Namen seines englischen Onkels »Malcolm F. Browne« veröffentlichte.