Green Grass, Running Water

von von Thomas King

Regie: Hans Gerd Krogmann
Bearbeitung: Heike Tauch
Produktion: RBB/SR 1995
Länge: 50'

Sie sagen «Sonne», ihre übergeordnete Behörde versteht vielleicht «Schinken». Aber auch durch noch so grundsätzliche Verständigungsprobleme lassen sich die beiden alten Indianer Lone Ranger und Hawkeye nicht entmutigen. Sie haben eine Mission.

Aus einem amerikanischen Hospital sind zwei uralte Indianer verschwunden. Der Direktor glaubt, ihre gelegentlichen Ausbrüche mit anschliessenden Natur-Katastrophen in Verbindung bringen zu müssen und macht sich auf die Suche nach seinen Schutzbefohlenen. Tatsächlich wollen Lone Ranger und Hawkeye wieder mal «die Welt in Ordnung bringen». Allerdings gesellt sich bald Kojote zu ihnen, eine Figur aus dem indianischen Mythos, die nur Unsinn im Kopf hat. Diesmal verhindert Kojote die Inbetriebnahme eines Staudammes im Reservat der Blackfoot-Indianer. Kojote bringt «die Erde zum Tanzen» und damit das Projekt zu Fall.

Im Roman von Thomas King wie in der Hörspiel-Bearbeitung von Heike Tauch kollidiert die Kultur und Gedankenwelt der Indianer mit der weissen Logik, mit der banalen Rationalität unserer Welt. Beide Seiten erscheinen hier verrückt und komisch. Keine Frage, wem die Sympathie des Hörers am Ende gehört.

Mit: Manfred Steffen (Lone Ranger), Alois Garg (Hawkeye), Wolfgang Condrus (Kojote), sowie Margit Bendokat, Katrin Klein, Martin Seifert, Christian Berkel, Hilmar Eichhorn, Horst Bollmann, Gerd Grasse, Katja Teichmann, Gerald Schaale, Solveig Müller, Kerstin Faude

Thomas King, geboren 1943, ist ein amerikanischer Schriftsteller mit griechischer Mutter und Cherokee-Vater. Er lebt in Kanada, lehrte an den Universitäten von Lethbridge (Alberta) und Guelph (Ontario) über die Ureinwohner Amerikas, über deren Kultur und Anliegen er in seinen Romanen erzählt. Der Roman «Green Grass, Running Water» erschien 1993 (2003 in deutscher Übersetzung unter dem Titel «Wenn Coyote tanzt»).