Die Grube und das Pendel

von Edgar Allan Poe
Nach einer Idee von Dicky Hank, Marc Sieper und Thomas Weigelt
Hörspielbearbeitung: Melchior Hala
Regie & Musik: Christian Hagitte und Simon Bertling
Mit Ulrich Pleitgen, Viola Morlinghaus, Joachim Kerzel, Till Hagen u.a.
Produktion: Lübbe Audio 2003
60 Min.

Ein zunächst namenloser Ich-Erzähler, der durch einen schweren Unfall offenbar sein Gedächtnis verloren hat, wacht in der kargen Zelle einer Heil- und Pflegeanstalt auf. Er kann sich an nichts erinnern. Grauenhafte Albträume martern ihn in der Nacht. Der Abt des Klosters rät ihm, eine Art Traumtagebuch zu führen, um dadurch sein Gedächtnis vollständig wiederzuerlangen. Der erste Name, der dem Mann ohne Identität einfällt, ist Edgar Allan Poe - und als solcher irrt er nun durch seine eigenen Erzählungen. Aus seinem Unbewußten steigen schaurige Dinge auf. Woher kommen die geheimnisvollen Seufzer im Klostergarten? Als das Brunnenwasser eines Nachts voller Blut ist, flieht er. Er verläßt das Kloster ausgerechnet um Mitternacht. Seine nächste Wahrnehmung sind eine Grube und ein Pendel...

Edgar Allan Poe, 1809 in Bosten geboren, starb vom Alkohol zerrüttet und völlig verarmt 1849 in Baltimore. Seit Schaffung der Figur des August Dupin gilt er als der Begründer des modernen Detektivromans. Als man den "Fürsten des Grauens" (Baudelaire) einmal als einen Schüler der deutschen Romantik bezeichnete, erwiderte Poe: "Das Grauen kommt nicht aus Deutschland, es kommt aus der Seele."