Die grünen Fensterläden

von von Georges Simenon

Regie: Gert Westphal
Produktion: SWF/WDR 1964
Länge: ca. 53'

Emile Maugin hatte als armer Jahrmarktboxer begonnen und am Ende den Ruhm eines gefeierten Theater- und Filmschauspielers genossen. Nach seinem plötzlichen Tod sitzen seine Freunde zusammen und versuchen, das Leben dieses Mannes aus verschiedenen Blickwinkeln zu rekonstruieren. Dabei ist immer wieder von einem Haus mit grünen Fensterläden in Paris die Rede. War es ein Fluchtpunkt, eine fixe Idee oder ein Kristallisationspunkt für das andere, das nicht gelebte Leben, ein Traum? Die Bedeutung der grünen Fensterläden bleibt für die Freunde Maugins ein Rätsel. Die vielen verschiedenen Rollen, die Emile Maugin im Laufe seines Lebens verkörpert hat, erschweren die Suche nach der Wahrheit. Die Distanz zwischen Rolle und Wirklich- keit ist nach dem Tod des Schauspielers nicht mehr zu überbrücken.

Georges Simenon (1903-1989) schrieb neben seinen 76 Maigret-Romanen auch 130 Romane ohne die Figur des weltberühmten Kommissars. Simenon verfasste über 500 Titel, von denen 550 Millionen Exemplare in 56 Sprachen verkauft wurden.