Die Haarschublade

von Emmanuelle Pagano

aus dem Französischen Von Nathalie Mälzer-Semlinger

Musik: Andreas Bick
Bearb. u. Regie: Beatrix Ackers
Ton: Burkhard Pitzer-Landeck u. Birgit Schilling
Prod.: SR 2011
Länge: ca. 80’

Eine Kleinstadt in Südfrankreich. Dort wächst die junge Ich-Erzählerin als Tochter eines Gendarms auf. Der häuslichen (Str)Enge setzt sie Regelverstöße entgegen, indem sie mit Gleichaltrigen herumzieht, die Schule schwänzt, mit 14 schwanger wird. Diese Schwangerschaft verheimlicht sie, bis es fast zu spät ist: Pierre kommt behindert zur Welt. Jetzt, gerade volljährig, lebt sie mit Pierre und dem zwei Jahre jüngeren Sohn Titouan in einer winzigen Dachwohnung. Ihre Leidenschaft gilt Haaren, denen ihrer Söhne, denen der Haarschublade im Friseursalon des Ortes, wo sie aushilft.

Mit Julia Hummer u.a.

Emmanuelle Pagano, geboren 1969 im südfrz. Aveyron, wo sie als Lehrerin für Bildende Kunst lebt, studierte Filmwissenschaft u. -ästhetik. Bisher vier Romane, auf Deutsch: „Der Tag war blau“ (08), „Die Haarschublade“ (09). Auszeichnungen u.a.: Europäischer Literaturpreis 2009.