Hangmen also die

von Fritz Lang und Bertolt Brecht
Übersetzung und Bearbeitung: Michael Farin
Komposition: Kalle Laar und Georg Zeitblom
Regie: Bernhard Jugel
Produktion: BR 2004
52'

Ein Hörspiel nach dem berühmten Anti-Nazi-Film, den Bertolt Brecht und Fritz Lang 1943 in Hollywood realisierten. Im Jahr zuvor, am 27. Mai 1942, war der berüchtigte SS-Führer Reinhard Heydrich, der so genannte „Henker von Prag“, bei einem Attentat ums Leben gekommen. In der Folge löschten die Nazis die gesamte Bevölkerung von Lidice in einer Nacht aus, verhafteten und liquidierten Hunderte von Unschuldigen in Prag, um den Widerstand in der Bevölkerung zu brechen. Die beiden Untergrundkämpfer, die das Attentat verübten, nahmen sich das Leben, nachdem sie von einem Mitwisser verraten wurden.
„Hangmen also die“ erzählt die Geschichte anders: Das Schicksal der Attentäter bleibt offen. Nicht aber das Maschas und ihrer Familie, die einen der Untergrundkämpfer deckt. Es geht um den Widerstreit zwischen persönlichen Gefühlen und moralischen Überzeugungen. Und es geht um den Preis, den viele Einzelne für die Überwindung des Terrors zu zahlen bereit waren.

Fritz Lang (1890-1976) war einer der berühmtesten Filmregisseure des deutschen Stummfilms, u.a mit. „Dr. Mabuse, der Spieler“ (1922) und „Metropolis“ (1927). 1933 emigrierte er in die USA und setzte seine Filmkarriere in Hollywood fort. 1956 kehrte er nach Deutschland zurück.
Bertolt Brecht (1898-1956), eine der Leitfiguren der politisch engagierten Literatur des 20. Jahrhunderts, emigrierte ebenfalls 1933 über Dänemark, Schweden und die UdSSR in die USA. Nach seiner Rückkehr 1949 wurde er zur prägenden intellektuellen Gestalt in der neu gegründeten DDR.