Happy End

von Peter Meisenberg
Regie: Ulrich Lampen
Produktion: SWF 1995
42'.

"Wir sind eine reine Palliativstation... Pallium heißt Mantel. Und palliatus: von einem Mantel umhüllt. Das bedeutet, wir werden Sie hier sozusagen einhüllen, umhüllen, Sie beschützen." So Professor Thode, Chefarzt der seit längerem und in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium an einem neuen Präparat – Xelypyl – forscht, einem indianischen Mittel, das zunächst Glückszustände schafft, die dann in einen Todeswunsch übergehen. Denn: Wer möchte nicht eingehüllt und vor Leiden geschützt werden? Wer möchte nicht den Zeitpunkt des eigenen Todes bestimmen, der nicht schmerzhaft kommt, sondern verführerisch das Unbekannte als unermeßliche Weite präsentiert. Die Idee von einem Lebensgrenze-Gesetz, das Chronisch-Kranken über 55 "ermöglicht", Xelypyl einzunehmen, wird von der Regierung finanziell gefördert, von ein paar Kriminalbeamten dagegen als Massenmord bezeichnet. Werden deren Beweise und Zeugen ausreichen, den Abschluß eines solchen Gesetzes zu unterbinden?

Mit Manfred Steffen, Peter Fricke, Otto Sander, Marianne Mosa u.v.a.

Peter Meisenberg, geboren 1948 in Meckenheim, studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik. Er arbeitet als Dokumentarfilmer, Drehbuch- und Hörfunkautor, hat zwei Erzählbände und den Krimi "Schmahl" veröffentlicht.