Hass hat keine Farbe
Hörspiel in 2 Teilen

Aus dem Englischen von Karin Schulz-Meil

Regie: Klaus Mehrländer
Komposition: Stan Regal
Bearbeitung: Dieter Hirschberg
Produktion: WDR/SWF 1984
Länge: 54', 54'

Psychiater Yudel Gordon, ein weißer Südafrikaner aus Pretoria, bekommt eines Tages von seinem Freund, dem Polizei-Colonel Freek Jordaan, einen Patienten namens Johnny Weizmann geschickt. Der Cafébesitzer aus Johannisburg hat im Laufe der letzten zehn Jahre acht Menschen getötet, ausnahmslos arme Schwarze, die er bei Einbruchsversuchen in seinem Lager erwischt hat. Die Gerichte hatten Weizmann freigesprochen, weil in Südafrika kein Gesetz einem (weißen) Hausbesitzer verbietet, einen (schwarzen) Einbrecher "in Notwehr" zu erschießen. Allerdings deutet alles darauf hin, dass Weizmann seinen Opfern Fallen stellt.

Wessel Ebersohn, geboren 1940 in Kapstadt, hat Kriminalromane und Non-Krimis geschrieben. Er zeichnet in "Hass hat keine Farbe" eine Art südafrikanisches Krankheitsbild des bis 1989 geltenden Apartheidregimes und analysiert die Machtinstrumente der damals herrschenden Buren und Engländer.