Hausfriedensbruch

von Heinrich Böll

Regie: Hans Rosenauer
Produktion: NDR/SDR/SR 1969
Länge: 84'

Nach Jahren der Ehe verlässt Rechtsanwalt Merkens Frau und Kinder, um seiner Jugendliebe Anna nachzustellen. Als Jugendliche hatten sich die beiden ineinander verliebt und wollten heiraten, doch Annas Vater verhinderte das, die Begründung: Merkens gehörte einer anderen Konfession an. Später, als Merkens erfährt, dass Anna nun doch in einer Mischehe lebt, kann er das nicht auf sich beruhen lassen und verschafft sich Zugang zu ihrem Haus. Ein Fall von „Hausfriedensbruch“, der sich jedoch anders entwickelt als erwartet.

Mit: Maria Körber, Horst Frank, Wilhelm Kürten, u.a.

„Immer wieder hat sich Heinrich Böll als Katholik und Schriftsteller kritisch, oft auch polemisch mit der Kirche auseinandergesetzt und dabei die Gewissensfreiheit des einzelnen gegen den starren Dogmatismus einer etablierten Institution verteidigt.“ (Repertoire 999, hrsg. von F. Hiesel)

Heinrich Böll (1917 – 16. Juli 1985), bedeutender Autor der Nachkriegszeit. Literaturnobelpreis 1972. Böll hat wie andere berühmte Schriftsteller seiner Generation die Grundlagen für seine Existenz als freier Schriftsteller mit Hörspielen geschaffen. Berühmte Werke u.a.: „Gruppenbild mit Dame“, „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (als Hörspiel 97, SWF). Der SR koproduzierte 1986 mit dem SWF „Dr. Murkes gesammeltes Schweigen“.