Das Haus in der Bretagne

von Jean-Marie Pélaprat
aus dem Französischen von Maria Frey
Regie: Elmar Boensch
Produktion: WDR 1986
29'

Der ältere Marcel, trotz väterlicher Anwandlungen ein abgebrühter Drogenhändler, und der junge Julien, ein kleines Rädchen in der mächtigen Organisation des Chefs Gordoni, sitzen zusammen in einer Zelle. Beide befinden sich jedoch in ganz unterschiedlicher Lage: Während Marcel, der noch zwei Jahre zu verbüßen hat, seinen gewaltsamen Ausbruch vorbereitet, erhält Julien die Nachricht, dass ihm die Reststrafe erlassen wird. Doch Julien hat Angst vor der Freiheit, Angst vor Gordoni, den er bei seiner Verhaftung schwer belastet hat. Was er braucht, ist ein Versteck, und als solches scheint ihm das Haus von Marcels unschuldiger Tochter Brigitte mehr als geeignet. Als Marcel ihm die Adresse nicht verraten will, droht Julien seinerseits mit Verrat: Ein Bekanntwerden des Fluchtversuchs würde Marcels Haftzeit erheblich verlängern. Zwischen den beiden Häftlingen kommt es zu einem spannenden Duell in Wort und Tat.

Mit: Michael Thomas und Hubert Suschka

Jean-Marie Pélaprat, geboren 1927, studierte Jura und Sprachen. Nach Aufgabe seiner Lehrertätigkeit arbeitete er zunächst als Journalist, dann als freier Autor.