Heisser Wind

von Edmund Steinberger nach Raymond Chandlers Kurzgeschichte "Red Wind"
Regie: Edmund Steinberger
Produktion: BR 1966
Länge: 55 Minuten

Es blies ein Wüstenwind an diesem Abend. Einer jener heißen, trockenen Santa Anas, die von den Gebirgspässen herunterkommen und einem das Haar krüllen und an den Nerven zerren und auf der Haut jucken. An Abenden wie diesem endet jede Saufrunde mit einer Keilerei. Sanftmütige Hausfrauen tasten prüfend über die Schneide des Tranchiermessers und studieren die Hälse ihrer Männer. Schlechthin alles ist möglich.' (Chandler)
So passieren zwei Morde und ein Mordversuch, tauchen Perlen wieder auf, um endgültig zu verschwinden, schlägt ein Polizist brutal zu, scheitert eine neue Liebe an einer kaputten Ehe. Privatdetektiv Dalmas jedenfalls bekommt viel zu tun - nicht zuletzt mit einer schönen Frau und mit sich selbst.


Mitwirkende: René Deltgen, Karl Renar, Georg Kostya, Dietrich Thomas, Manfred Spiess

Raymond Chandler gehört - neben Dashiell Hammett - zu den modernen Klassikern des Krimi-Genres. In einer trockenen lakonischen Sprache schildert er die Unterwelt der amerikanischen Großstädte, die häufig mit der korrupten Polizei paktiert und der sich seine abgebrühten Einzelkämpfer Philip Marlowe, Dalmas oder Steve Grayce entgegenstellen. Es sind einsame harte Burschen voll Gerechtigkeitsgefühl und Menschenkenntnis und einer vergeblichen Sehnsucht nach unerreichbaren Blondinen.