Der Hund aus Terracotta

nach dem Roman von Andrea Camilleri
aus dem Italienischen von Christiane von Bechtolsheim
Musik: Henrik Albrecht
Hörspielbearbeitung in zwei Teilen: Daniel Grünberg
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: SWR 2001
55 / 55 Minuten

Wenn sich Commissario Salvo Montalbano bisher auf etwas verlassen konnte, dann war es die Mafia. Diese hat - durch und durch sizilianisch wie er selbst - wenigstens ihre Prinzipien. Das denkt der Commissario zumindest, bis er sich mit dem aufsehenerregenden Mord an dem landesweit gesuchten Verbrecher Tano u Grecu beschäftigt.
Dass es sich hier nicht um eine gewöhnliche Tat der Mafia handelt, wird Montalbano in dem Moment klar, als er bei seinen Nachforschungen durch Zufall auf ein weiteres, fünfzig Jahre zurückliegendes Verbrechen stößt. In einer Höhle entdeckt er - scheinbar kultartig inszeniert - die skelettierten Leichen eines Mannes und einer Frau in inniger Umarmung, bewacht von einem lebensgroßen Hund aus Terracotta.
Es ist ein mysteriöses Rätsel der Vergangenheit, zu dessen Lösung Commissario Montalbano bis in die Nachkriegszeit zurückgehen muss. Bei diesem Weg helfen ihm seine treuen Mitarbeiter und auch sein Freund Zito, der Journalist, vor allem aber sein sizilianischer Humor.

Mit: Gerd Wameling als Commissario Salvo Montalbano

Andrea Camilleri, geboren 1925 in Porto Empedocle/Provinz Agrigento/Sizilien, war bis vor wenigen Jahren in Italien ausschließlich als Drehbuchautor und Regisseur bekannt. Seine Bücher erschienen in einem kleinen Verlag, als die Leser ihn entdeckten und ihn zum Bestsellerautor machten.
Neben seinen historischen Romanen, die alle authentischen sizilianischen Fällen entlehnt sind, waren es vor allem die Kriminalromane um den sizilianischen Commissario Montalbano, die ihn berühmt machten.
Nach "Die Form des Wassers" und "Der Hund aus Terracotta" werden auch die beiden nächsten Montalbano-Romane "Der Dieb der süßen Dinge" und "Die Stimme der Violine" als Hörspiele produziert.
Die RAI wird die Bücher verfilmen.