Hunkeler und die Augen des Ödipus

von Hansjörg Schneider

Regie: Reto Ott
Bearbeitung: Helmut Peschina
Musik: Martin Bezzola und Christian Riesen, sowie Motive von Domenico Ferrari
Produktion: SRF 2011
Länge: Teil 1 ca. 46', Teil 2 ca. 44, Teil 3 ca. 47'

Am Ostermontag präsentiert SRF die Hörspiel-Premiere des neuesten Hunkeler-Krimis von Hansjörg Schneider: «Hunkelers Geheimnis». Davor wiederholt SRF 1 den letzten Fall aus dem Jahr 2011 mit dem jetzt schon legendären Basler Kommissär. Seine letzte amtliche Ermittlung führte Hunkeler ins Theater.

Peter Hunkeler steht sechs Wochen vor seiner Pensionierung. Da trifft ein Schock die Kulturstadt Basel: Der renommierte Theaterdirektor Bernhard Vetter verschwindet spurlos. Das heisst, der altgediente Kommissär wird noch einmal gebraucht. Er begegnet früheren Bekannten aus dem Theater- Milieu und gerät in die Halbwelt des Basler Rheinhafens.

Das havarierte Hausboot des verschwundenen Theaterintendanten wird rheinabwärts an einem Wehr gefunden. Hat sein Verschwinden etwas mit der Skandal-Inszenierung des «Ödipus» nach Sophokles und Hölderlin zu tun? Hunkeler macht sich vor und hinter der Bühne ein Bild von der Lage und wird dabei von einem jungen Regisseur attackiert. Grippekrank zieht er sich daraufhin in sein Haus im Elsass zurück. Der Fall Vetter lässt ihn jedoch nicht los.

Auch in seinem achten Roman mit dem beliebtesten Kommissär der Schweiz zeigt sich Hansjörg Schneider als prägnanter Porträtist von bekannten und weniger bekannten Schauplätzen im Dreiländereck. Gleichzeitig wirft der gelernte Dramatiker Schneider – der sich ähnlich wie Hunkeler in seinem Beruf als «Auslaufmodell» sieht – einen skeptischen Blick auf den gegenwärtigen Zustand des Theaters.

Mit: Peter Kner (Erzähler), Ueli Jäggi (Hunkeler), Charlotte Schwab (Hedwig), Raphael Clamer (Lüdi), Ernst Sigrist (Madörin), Heiner Hitz (Suter), Hansrudolf Twerenbold (Haller), Verena Buss (Judith Keller), Walter Andreas Müller (Ettore Lardini), Thomas Sarbacher (Arthur Erni), Michael Schacht (Walter Rutziska), Barbara Falter (Wiebke van Leyden), Jodoc Seidel (Kurt Dreisitz), Buddy Elias (Fridolin Ruf), Carina Braunschmidt (Sabine Loretan), Lisbeth Felder (Annebeth Schubiger), Peter Fischli (Peter Jenzer), Urs Bihler (Peter Wyss), Andreas Matti (Edi), Martin Hug (Hauser), Thomas Douglas (Helmut Dörrer), Martin Schley (Wirt), Matthias Buss (Henke), Michael Luisier (Kulturamtsleiter)