I killed Kirov

von David Zane Mairowitz
Regie: Jörg Schlüter
Produktion: WDR 2006 / ca. 54'

Leningrad im Dezember des Jahres 1934: Marlov, Geheimpolizist des Volkskommissariats für interne Angelegenheiten (NKWD, später KGB), gibt sich als "hard-boiled man", der mit dem amerikanischen Privatdetektiv Philip Marlowe mehr gemeinsam hat als eine nur zufällige Namensähnlichkeit. Er soll einen kaltblütigen Mord bearbeiten: Kirov, 1. Sekretär der Leningrader KP, ist im Parteihauptquartier niedergeschossen worden, der Täter hat bereits gestanden, außerdem gibt es Tatzeugen. Um so mehr wundert sich Marlov, dass ihm dieser glasklare Fall wieder entzogen wird, von niemand Geringerem als Stalin persönlich. Als eine Untersuchungskommission des Moskauer Politbüros nach Leningrad reist, weiß Marlov, dass der Fall eher verdunkelt als aufgeklärt werden soll. Plötzlich ist jeder verdächtig, auch Marlov selbst.

David Zane Mairowitz, 1943 in New York geboren, lebt seit 1966 in Europa als freier Schriftsteller, heute in Avignon und Berlin. Neben journalistischen Arbeiten entstehen Kurzgeschichten, Bühnenstücke und Hörspiele, für die er mehrere Preise erhielt, u.a. 1996 den Prix Ostankino in Moskau für "Planet aus Asche" oder 1997 den Prix Italia für "Der wollüstige Tango". Der WDR produzierte zuletzt von ihm "Sherlock Holmes und der Fall Karl Marx" (2001).