Informationen für einen Bankraub

von Herbert Lichtenfeld
Produktion: WDR 1983 Ton:
Regie: Manfred Brückner
33'38

Mitwirkende:
Angelika - Karin Buchali
Jonathan - Ludwig Thiesen
Preuss - Charles Wirths
Hubert - Alwin-Joachim Meyer
Fräulein Schneider - Annette Kurth
Stimmen - John Vellage, Alfred Weber,
Elsa Kirsten, Rosalinde Weber

Es mag sein, dass sein miserabler Kontostand dem Autor Jonathan die Idee zu seinem neuesten Krimi in den Kopf gesetzt hat. Er gedenkt, Herrn Preuß, den Filialleiter seiner Bank aufzusuchen und ihn zu fragen: Was könnte wohl geschehen, wenn ein Kriminalautor mit einem perfekten Plan zu einem Bankeinbruch im Kopf und wenig Geld in der Tasche den Filialleiter seiner Bank aufsucht und diesem unter dem Vorwand, Material für seinen nächsten Roman zu recherchieren, seinen Plan unterbreitet.
Von welchem Punkt an hört die Fiktion auf, Fiktion zu sein? Wo beginnen die bösen Gedanken?

Herbert Lichtenfelds neuester Krimi ist ein intelligenter Spass über das Krimigenre selber; pointenreich und voller Doppelbödigkeit reflektiert der Autor sowohl die Lust des Normalbürgers, ohne Bestrafung gesetzte Normen überschreiten zu dürfen, als auch die paradoxe Rolle des Kriminalschriftstellers, der in seiner Phantasie ständig über diese Grenzen hinwegphantasieren muss, um sich sein stockbiederes Brot zu sichern.