Jasseron, Rechtsanwalt und Notar

von Alain Franck

Aus dem Französischen von Maria Frey
Komposition: Konrad Elfers
Regie: Edmund Steinberger
BR 1969
56’22

Mit Hans Cossy, Marlies Schönau, Alexander Hegarth

Mit nur drei Figuren, dem Rechtsanwalt André Jasseron, dessen Frau Marthe und einem Kriminalinspektor baut Alain Franck eine Spannung auf, die ohne jegliche Action auskommt. Michel, der Sohn des in der Provinz praktizierenden Jasseron ist in Paris ermordet worden. Natürlich werden auch die Eltern des Toten einer polizeilichen Routinebefragung unterzogen, bei der sie sich mehr und mehr in Widersprüche verwickeln. André Jasseron ist so sehr auf seinen guten Ruf bedacht, dass es den Inspektor nicht verwundern würde, hätte der Anwalt seinem Sohn etwas angetan. Denn Michel war schon einige Male mit dem Gesetz in Konflikt gekommen, und Vater Jasseron sah sein Ansehen in großer Gefahr.

Bei Alain Franck steht nicht die Tat an sich im Vordergrund, ihn interessieren die Personen, die direkt oder indirekt daran beteiligt waren. Er spürt den gewollten oder zufälligen Widersprüchen und den gesellschaftlichen Zwängen nach.

Alain Franck, geb. 1927 in Paris. Krimi-, Drehbuch- und Hörspielautor. Hörspiele u.a. "Erledigt" (BR 1975), "Wenn man noch einmal beginnen könnte" (BR 1977), "Ein dunkler Punkt" (WDR/SDR 1980), "Feine Leute" (SDR 1988).