Der JFK-Komplex

von Christopher Janssen
Regie: Thomas Leutzbach
Produktion: WDR 2003
54'

Dallas am 22. November 1963, vor genau 40 Jahren: Vor den Augen der fassungslosen Menge wird John F. Kennedy, jüngster und populärster Präsident der Vereinigten Staaten, an der Seite seiner Frau Jackie auf offener Straße erschossen.
Berlin, kurz nach der Wende: Der Amerikaner Jack, einst Berater des Präsidenten, besucht zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder die Stadt, in der er beruflich wie privat seine größten Erfolge feierte. Jack war es, der Kennedy sein berühmtes „Ich bin ein Berliner“ soufflierte und der „seinem“ Präsidenten auch bei den erotischen Eroberungen in nichts nachstand.
Doch das Attentat auf JFK bedeutete das Ende von Jacks Karriere - nicht zuletzt, weil er seine eigene Theorie vom Mord an Kennedy entwickelte und sie geradezu besessen verfolgte. Durch Zufall stößt er nun in einem Berliner Antiquariat auf eine Sammlung von Fotos, Zeitungsartikeln, Briefen und Notizen aus den frühen 60er Jahren, die mit den Ereignissen in Dallas in Zusammenhang stehen. Auf fast unheimliche Weise führen die Dokumente Jack auf eine Spur, die bei ihm selbst endet.
„Der JFK-Komplex“ ist ein Spiel mit den Fakten der Vergangenheit und den Fiktionen seiner Protagonisten. Aus ihrer persönlichen Lebensgeschichte führt das Hörspiel zurück in das Amerika der frühen 60er Jahre und zu Ereignissen, an denen sich bis heute die Phantasie von Journalisten und Schriftstellern, Historikern und Verschwörungstheoretikern entzündet.

Christopher Janssen, geboren 1963, arbeitet als freier Redakteur für ZDF und ARTE. Er ist Autor von Features und Hörspielen, für den WDR schrieb er zuletzt „Auto-Erotik – nur der Tod kommt schneller“ und „Disturbed? De:code!“.