Jud Süss

von Lion Feuchtwanger
Regie Hartmut Kirste
Bearbeitung Walter Andreas Schwarz
Komposition Peter Zwetkoff

Produktion SWF/SR 1981
425 Min.

Mit:
Erzähler I: Axel Corti
Erzähler II: Hubert Suschka
Süss/Tauffenberger: Hans Korte
Landauer: Eric Schildkraut
Eberhard L.: Johannes Schaaf
Preussenkönig/Breyer: Friedrich von Bülow
Gräfin: Ingeborg Lapsien
Gabriel: Walter Richter
Mutter der Gräfin: Else Brückner-Rüggeberg
Pfäffle/Schober: Volker Eckstein
Jäger: Martin Schleker
Fichtel / Pancorbo: Peter Fricke
Weissensee: Hannes Messemer
Bellon: Robert Nägele
Fürstbischof: Günter Strack
Fürstabt: Heinz Schimmelpfennig
Marie Auguste: Ulli Philipp
Naemi: Nina Hoger
Falk: Walter Laugwitz
Otman: Werner Kreindl
Bilfinger / Bühler: Hans Elwenspoek
Babett: Sabine Wackernagel
Bursche: Fritz Hammer
Karl Alexander: Manfred Böhm
Magdalen Sibylle: Angela Schmid
Jantje: Marie-Luise Etzel
Egon Schäfer, Willy Seiler, Franz Mosthav, Hanns Bernhardt, Thomas Reiner, Günther Willmann, Renate Malzacher, Gert Keller, Christiane Timerding, Christel Koerner, Dorothee Boschen, Nathan Peter Levinson
Musiksolist: Kurt Sauter

Joseph Süß Oppenheimer - Aufstieg und Fall eines jüdischen Bankiers:
Stuttgart im Februar 1738. Vor den Toren der Stadt haben Handwerker einen zehn Meter hohen Galgen aufgebaut, an dessen Spitze ein Eisenkäfig baumelt. Mehr als 10.000 Menschen sind zusammengekommen, um ein makabres Schauspiel zu erleben - die Hinrichtung des jüdischen Bankiers Joseph Ben Issachar Süßkind Oppenheimer.
Viele Jahre hatte Oppenheimer, genannt "Jud Süß", dem württembergischen Herzog Karl Alexander als Privatsekretär gedient, ihn in finanziellen Angelegenheiten beraten und dabei selbst ein Vermögen gemacht. Der jüdische Bankier half dem katholischen Herzog, seine absolutistische Herrschaft auszubauen, die Staatskasse durch neue Steuern zu füllen und die protestantischen Landstände politisch zu entmachten. Beide frönten einem luxuriösen Lebensstil und provozierten damit Neid und Mißgunst in ihrer Umgebung. Als der Herzog im März 1737 an einem Schlaganfall starb, wurde Joseph Oppenheimer noch am selben Tag festgenommen. Die Anklagepunkte waren Hochverrat, Majestätsbeleidigung und Schändung der protestantischen Religion. Eine Begnadigung Oppenheimers knüpften die Richter an die Bedingung, zum christlichen Glauben zu konvertieren. Als der Angeklagte ablehnte, war sein Schicksal besiegelt - obwohl die Richter für keinen einzigen Anklagepunkt einen schlüssigen Beweis vorlegen konnten.