Der Junge, der Geschichten auf Flugzeuge schrieb

Ein Hörspiel aus der Reihe Berger und Levin von Adolf Schröder
Ein poetischer Krimi

Regie: Norbert Schaeffer
Komposition: Gerd Bessler

NDR1992 | 46 Minuten

Bergers Freundin Rosa Grönwold hat ein Päckchen Sicherheitsnadeln im Kaufhaus erstanden. Darauf steht in Kinderschrift: "Ich heiße Erwin, ich wohne in Wermelshausen. Ich liebe Euch alle. Ich bin in Not". Berger, Ex-Kommissar und Ex-Alkoholiker, zeigt den Zettel dem Psychotherapeuten Levin. Dann fährt er nach Wermelshausen, um den Jungen zu suchen. Erwin ist ein 12jähriger, scheinbar verrückter Junge, den die Eltern zu Hause gefangen halten.

Berger bringt Erwin, der nicht redet, zu Levin. Erwin ist ein sexuell misshandeltes Kind. Ein ungewöhnlicher, poetischer Krimi. Aufgedeckt wird nicht nur ein Verbrechen, sondern die Kindheitsgeschichten unterschiedlicher Generationen: die des Jungen, des Exkommissars und des Therapeuten. Schmerzhafte Erinnerungen werden gemeinsam bewusst.

Mit Otto Sander, Hans-Peter Hallwachs, Hannelore Hoger, Dieter Mann, Esra Friedländer, Marion Breckwoldt, Gerda Gmelin und anderen

Adolf Schröder, am 24.08.1938 in Bremen geboren, Studium der Germanistik und Geschichte in Hamburg, hat sich vor allem einen Namen als Hörspiel- und Drehbuchautor ("Der Alte") gemacht. Für den NDR schrieb er in den 90er- Jahren die poetischen Krimis der Reihe "Berger und Levin". Zuletzt: "Hadamar" (NDR 2007). Schröder starb 2008 in Hamburg.