Der Kameramörder

von Thomas Glavinic

Regie: Walter Adler
Produktion: WDR/RB 2003
Länge: 69'

Ein Berichterstatter schildert im Protokollton die Ereignisse eines Osterwochenendes. Mit seiner Lebensgefährtin ist er zu Freunden aufs Land gefahren. Minutiös beschreibt er, womit die vier Personen sich die Zeit vertreiben, was sie essen, worüber sie sprechen. In den Nachrichten hören sie, dass ganz in der Nähe ein sadistischer Mord an zwei Kindern begangen worden ist. Der Täter habe die grausamen Handlungen an den Jungen und deren Reaktionen auch noch mit einer Kamera aufgenommen. Es sickert durch, dass eine Kopie der Aufnahme einem deutschen Privatsender zugespielt worden ist. Man beteiligt sich aufgeregt an den Spekulationen darüber, ob das Video der Gräueltat wohl ausgestrahlt werde. In der Zwischenzeit zieht die Polizei den Ring um den Mörder immer enger, der sich offenbar in unmittelbarer Nähe der Wochenendgesellschaft bewegt.

Mit: N.N.

Thomas Glavinic ist 1972 in Graz geboren und lebt heute in Wien. Seit 1991 schreibt er Romane, Essays, Erzählungen, Hörspiele und Reportagen. Für "Der Kameramörder" wurde ihm der Friedrich-Glauser-Krimipreis 2002 verliehen. 2009 erschien sein Roman "Das Leben der Wünsche".