Kein Mann steigt zweimal in denselben Fluss

Kriminalhörspiel in drei Teilen
von Edward Boyd
aus dem Englischen von Marianne de Barde und Hubert von Bechtolsheim
Regie: Heiner Schmidt
Produktion: SWF/HR/SFB 1971
53', 53', 53'

Johnny Maxen wird von seiner Ex-Schwiegermutter Helen Duncan nach Glasgow gerufen, um seine seit drei Monaten verschwundene frühere Frau Julia zu suchen. Nur ungern folgt er diesem Hilferuf. Eigentlich tut er es nur Helen zuliebe, die, wie er sagt, der beste Teil seiner Ehe war. Von Julia hat er sich vor fünf Jahren getrennt. Seitdem lebt er in Paris, damit beschäftigt, seine Vergangenheit zu vergessen. Die Suche nach Julia bedeutet für ihn die erneute Konfrontation mit dieser Vergangenheit, bedeutet auch die Konfrontation mit den undurchsichtigen Kreisen, in denen Julia verkehrt, mit Bohemiens und Rauschgiftsüchtigen, halbseidenen Unternehmern und Gelegenheitskriminellen, nicht zuletzt aber auch die Konfrontation mit seiner eigenen Hassliebe zu Julia.
Johnny Maxen erfährt in Glasgow, dass seine frühere Frau Julia mit Schuld sein soll am Tod der gemeinsamen Tochter. Kurz darauf wird Julias Leiche gefunden: Sie wurde erdrosselt, wie die Polizei feststellt. Völlig aufgewühlt von den schrecklichen Ereignissen begibt er sich auf die Spurensuche, begleitet von seiner alten und neu entdeckten Freundin Dorothee. Von Julias Psychiater erfahren sie, dass Julia einem grausamen Psychoterror ausgesetzt war: Mysteriöse Telefonanrufe, nächtliche Klopfzeichen, anonyme Post haben ihr fürchterlich zugesetzt. Plötzlich gerät Johnny selbst unter Mordverdacht. Beim Versuch, seine Unschuld zu beweisen, dringt er immer tiefer in die rätselhafte Vergangenheit Julias ein, die immer mehr auch seine eigene Geschichte ist.
Immer mehr Indizien sprechen dafür, dass Johnny Maxen der Mörder seiner Ex-Frau Julia ist. Es gibt auch Hinweise darauf, dass er den Psychoterror gegen Julia organisiert hat. Jetzt glaubt sogar seine mit ihm bisher solidarische Schwiegermutter an seine Schuld. Erst die Konfrontation mit dem angeblichen Tatzeugen und eine Fahrt in eine Nervenheilanstalt bringen die Wahrheit ans Licht.

Mit: Jürgen Goslar, Otto Rouvel, Roma Bahn, Heidemarie Rohwedder, Alexander Hegarth u.a.

Edward Boyd (1916-1989) schrieb zahlreiche Serien für Fernsehen und Radio, für die BBC und Granada Television. Hörspiele: "Fünf Finger machen eine Hand" (1969), "Die schwarze Kerze" (1970), "Schwarz wird stets gemalt der Teufel" (1975), "Dachse im Eulenlicht" (1975), "Bullivants Match oder Brachvogel im Herbst" (1986), "Spanische Schlösser" (1989).