Die Klette

von Horst Bosetzky

Regie: Otto Düben
Produktion: SWF 1985
Länge: 58'


An seinem 40. Geburtstag zieht Hans Ulrich Lachmund die Bilanz seines Lebens - sie fällt überwiegend positiv aus. Kein Wunder, hat er es doch schließlich zu etwas gebracht! Examen mit Auszeichnung - Promotion zum Dr. jur. und einige Jahre lang Leiter einer Justizvollzugsanstalt, dann Professor für Zivil- und Strafrecht an der Hochschule für öffentliche Verwaltung. Und dabei fühlt er sich durchaus noch nicht am Ende seiner Karriere. Er strebt die Präsidentschaft der Hochschule an, vielleicht sogar ein Abgeordneten-Mandat oder die Stellung eines Staatssekretärs im Justizministerium. Obendrein ist er glücklich verheiratet und Vater zweier Kinder. Eine rundum geordnete, erfolgreiche, ja man möchte sagen: glückliche Existenz. Und dann wird er, ausgerechnet an seinem Geburtstag, auch noch zum Lebensretter! Im letzten Moment kann er ein lebensmüdes junges Mädchen, das sich vor einen Zug werfen wollte, packen und zurückziehen.

Leider hat diese selbstverständliche Tat für ihn unerwartete Folgen. Die Gerettete erweist sich als außerordentlich anhänglich. "Wer ein Leben rettet, ist für dieses ein Leben lang verantwortlich," sagt ein chinesisches Sprichwort.

Mit: Christian Brückner, Reinhild Solf, Susanne Uhlen, Felix von Manteuffel, Walter Renneisen, Friedrich Briesemeister

-ky (Horst Bosetzky), geboren am 1. Februar 1938 in Berlin, finanzierte in den 1960er-Jahren sein Studium mit dem Schreiben von Groschenromanen und Agenten-Thrillern. Zu Beginn der 1970er-Jahre erschienen seine ersten „Sozio-Krimis", für welche die Abkürzung -ky rasch zum Markenzeichen wurde.