Der Knochenmann

von Wolf Haas
Produktion: ORF-HI/MDR 2000
Ton: Gerhard Wieser
Komposition: Otto Lechner
Regie: Götz Fritsch
Länge: 58'14

Mitwirkende:
Haas - Wolfram Berger
Brenner - Erwin Steinhauer
Löschenkohl - Peter Simonischek
Ferdl - Peter Strauß
Kellnerin - Anna Mertin
Milovic - Stefan Trdy
Paul Löschenkohl - Ernst Prassel
Peter Nidetzky - Peter Nidetzky
Jacky - Harald Pichlhöfer
Rothaarige - Brigitte Soucek
Palfinger - Erhard Koren
Schwester - Brigitte Karner
Krennek - Peter Uray
Helene - Michou Friesz
Frau Trummer - Gerti Pall
in weiteren Rollen: Alex Schoeler-Haring, Stefan Puntigam, Ursula Mihelic-Korp,
Johannes Monschein, Netta Goldfarb, Heinrich Herki-Hoefler, Horst Klaus,
Herta Block, Friedrich Weidisch, Edith Unger, Josef Safranek, Margaret Reschreiter
Musiker: Georg Graf (Saxophon, Klarinette, Oboe),
Herbert Reisinger (Schlagzeug), Joao de Brucon (Schlagzeug),
Anton Burger (Geige), Max Nagl (Saxophon)

Die Steiermark erfreut sich nicht nur wegen ihrer malerischen Weinhügel an der Grenze zu Slowenien großer Beliebtheit. Ein wahrer Magnet für Ausflügler ist der Löschenkohl, eine Grillstation mit dem Flair einer Möbelhalle im 1000-Seelenörtchen Klöch. Die Gäste lassen sich ihren Heißhunger auf die gigantischen Hendlteile nicht einmal von den Menschengebeinen verderben, die man in den Abfallbergen aus Hühnerknochen entdeckt. Ein klarer Fall für "Aktenzeichen XY" - und für den unnachahmlichen Privatdetektiv Brenner. Denn die Chefin der Grillstation, die Schwiegertochter des alten Löschenkohl, will die Sache endlich vom Tisch haben. Nur dumm, dass Brenner sie überhaupt nicht zu Gesicht bekommt. Nach ihrem Anruf ist sie spurlos verschwunden. Ebenso verschwunden wie auch der Künstler Horvath, der sich auf dem malerischen Flecken mit einigen Kollegen zu einer Kolonie der Kreativen zusammengerottet hat. Zwei überraschende Opfer der Landflucht? Bevor Brenner in Ruhe bei dem steirischen Hendl-König herumschnüffeln kann, fließt jedoch schon das Blut des nächsten Toten - bei den Knochentretern des FC Klöch...

Wolf Haas, 1968 in Maria Alm, Österreich geboren, erhielt für seinen vorletzten Roman "Komm, süßer Tod" den Deutschen Krimipreis 1999. Seit seinem ersten Krimi, "Auferstehung der Toten", der bereits 1996 bei Rowohlt erschienen ist, gilt Wolf Haas durch seinen Einfallsreichtum, aber auch seine sehr genaue Milieuschilderung als Durchstarter in der Krimiszene.