Knöpfe

von Ilse Aichinger

Regie: Fritz Schröder-Jahn
Komposition: Johannes Aschenbrenner
Produktion: NDR 1962
Länge: 59'

In einer Zeit allgemeiner Arbeitslosigkeit hat Ann Beschäftigung in einer Knopffabrik gefunden. Sie muss Schmuckknöpfe sortieren, die bei Zwielicht eine unheimliche Faszination ausstrahlen und von vielen Käufern hoch bezahlt werden. Die Knöpfe tragen Mädchennamen: Gladys, Margaret, June. Ann, die sich in der Fabrik unwohl fühlt, wird von ihren Mitarbeiterinnen Jean und Rosie ermutigt, den Vertretern Bill und Jack zu gehorchen und nicht über den geheimen Produktionsvorgang nachzudenken. Bill und Jack wissen offenbar, woraus die Knöpfe gemacht werden. Als sich bei Jean seltsame Symptome zeigen - sie fühlt Mund und Augen vor Müdigkeit immer kleiner werden, kann sie aber nicht schließen - zeigt sich Bill mit Jeans Zustand wohliger Willenlosigkeit sehr zufrieden. Bald kommt Jean nicht mehr zur Arbeit. Dann verändert sich auch Rosie. Sie kann sich nicht mehr überwinden, nach Hause zu gehen und wird von Jack ermuntert, ganz im Klima der Fabrik zu bleiben, zumal bald ein neuer Knopf hinzukäme. Ann und ihr arbeitsloser Freund John beginnen die Zusammenhänge zu ahnen.

Mit: Wolfgang Wahl, Gustl Halenke, Karin Behrmann, Julia Costa u.a.

Ilse Aichinger, geb. 1921 in Wien, Autorin. Werke u.a. Spiegelgeschichte (1947), Die größere Hoffnung (1948), Meine Sprache und ich (1978). Hörspiele u.a. Weiße Chrysanthemen (BR 1959), Auckland (NDR/SDR 1970), Blitzlichter (BR 2002).