Kosemund

von Jörg Michael Koerbl
Regie: Wolfgang Rindfleisch
Komposition: Alexander Krohn/Bernd Jestram
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2009
Länge: ca. 56’30

Es ist kalt im Winter 1989/90. Bauer Kosemund hat nach einer Kneipentour durch Westberlin die letzte S-Bahn verpasst. Ihm bleibt nur ein Fußmarsch durch die Nacht Richtung Osten. Auf der Landstraße wird er Zeuge einer Verfolgungsjagd, die in einer Schießerei endet. Der schwer verwundete LKW-Fahrer, den Kosemund zum nächsten Arzt fahren will, kann nichts mehr erklären. Kosemund hat einen Toten in der Fahrerkabine und einen fremden LKW mit einer offensichtlich sehr heißen Fracht. Es ist eiskalt, als er die Leiche vor dem Krankenhaus ablegt und den LKW mit den Stasi-Akten in seinen Schuppen fährt. Ab jetzt wird man ihn verfolgen. Denn irgendwer wollte die Akten haben, um sie zu vernichten oder um daraus Geld zu machen.

Darsteller: Klaus Manchen, Ursula Karruseit, Hansjürgen Hürrig, Roland Hemmo, Udo Kroschwald, Carl-Heinz Choynski, Timo Dierkes, Vera Kreyer, Wolfgang Völz u.a.

Jörg-Michael Koerbl, geboren 1950 in Stendal, Transportarbeiter, Schiffsheizer, Dramaturgie- und Regieassistent, Schauspieler, Autor. Schreibt Dramen, Gedichte, Hörspiele. Lebt in Berlin. „Zweisprache Weiße Rose Sophie“ (SFB-ORB 2002) war Hörspiel des Monats Februar 2003.