Die Kraft und die Herrlichkeit

von Graham Greene
aus dem Englischen von Axel Cornelius

Regie: Wilhelm Semmelroth
Produktion: WDR 1954
Länge: 90'

Im Mexiko der dreißiger Jahre hat ein kommunistischer Umsturz das Verbot katholischer Religionsausübung zur Folge; die Priester werden liquidiert, sofern sie nicht, beispielsweise durch Heirat, ihre Bereitschaft zur Unterordnung kundtun. Zutiefst davon überzeugt, dass mit der neuen kommunistischen Ideologie die durch den Katholizismus korrumpierte Welt zu verbessern sei, verfolgt ein Polizeileutnant einen immer noch heimlich tätigen Geistlichen, der wegen seiner Trunksucht nur als »Whiskey-Priester« bekannt ist. Sein Steckbrief wird gleichzeitig mit dem des ebenfalls gesuchten Mörders Calver angeschlagen. Er wird gefangen genommen, nach kurzer Zeit jedoch überraschend freigelassen und bringt sich im Nachbarland in Sicherheit. Doch knapp jenseits der Grenze spürt ein ehemaliger Mithäftling ihn auf: Calver sei schwer verwundet worden und verlange als Katholik nach den Sterbesakramenten. Obwohl der Whiskey-Priester weiß, dass dies eine Falle ist, kehrt er zurück.

Mit: Walter Richter, Hansjörg Felmy u.v.a.

Graham Greene (1904-1991) schrieb über 30 Romane, zudem Reisebücher und literarische Essays. Kennzeichen der Romane des konvertierten Katholiken ist eine Vorliebe für internationale Krisenschauplätze sowie für den Helden auf der Flucht, sei es vor der Polizei, der Gesellschaft, dem eigenen Gewissen oder Gott.