Kriminal-Stadel

von Peter Meisenberg
Regie Martin Zylka
Produktion WDR 2008
54’

Stadtkultur und Politik im Doppelspiel: Ein Kulturdezernent gibt ein Theaterstück in Auftrag. Damit will er nicht nur sich selbst ein kleines, bescheidenes Denkmal setzen, sondern gleichzeitig die Korruption in seiner Stadt aufdecken. Folgerichtig sind die Figuren nach dem Leben gezeichnet und wiedererkennbar: der korrumpierbare Oberbürgermeister, die zickige Kunstvereinsvorsitzende, der eisig-wortkarge Geschäftsführer einer Immobilien-Holding und viele andere. Es geht um den Bau einer neuen Kunsthalle, es ist also viel Geld im Spiel ­ aus dem plötzlich bitterer Ernst wird: In der Tiefgarage unter der Stadtverwaltung liegt ein Toter. Im richtigen Leben könnten viele ein Interesse daran gehabt haben, das Stück um Macht und Geld in letzter Sekunde zu verhindern.

Mit Jochen Kolenda, Heinrich Schafmeister, Alexander Radszun, Susanne Uhlen, Siemen Rühaak u. a.

Peter Meisenberg, geboren 1948 in Meckenheim, studierte Geschichte, Philosophie und Germanistik. Er arbeitet als Hörfunkautor und schreibt Erzählungen, Kriminalromane und Hörspiele.