Die künstlichen Paradiese

von Charles Baudelaire
Aus dem Französischen von Max Bruns

Regie: Kai Grehn
Produktion: RB/HR/RBB/SR 2011
Länge: 75'

"Der gesunde Verstand sagt uns, daß die Dinge der Erde nur sehr wenig Realität besitzen und daß es Wirklichkeit einzig in den Träumen gibt. Um das natürliche wie das künstliche Glück zu verdauen, braucht es zunächst einmal den Mut, es hinunterzuschlucken ..."

Baudelaires Essay "Les paradis artificiels" ist ein leidenschaftliches Plädoyer für den Rausch, die Fähigkeit und Bereitschaft des Menschen zum Ausnahmezustand des Geistes und der Sinne. Kai Grehn hat Baudelaires Text für einen Schauspieler eingerichtet und ausgewählte Bands, Musiker und Musikerinnen gebeten, sich von Baudelaires Prosagedicht "Enivrez-vous" ("Berauscht euch") inspirieren zu lassen, die Schauspielerin Jeanne Moreau hat "Enivrez-Vous" eingesprochen. Wort und Musik verbinden sich zu einem akustischen Fest für und mit Baudelaires Texten, zu einem Berauschen an seiner Poesie.

Mit: Jeanne Moreau, Alexander Fehling u.a.

Charles Baudelaire, (1821-67), frz. Schriftsteller und Übersetzer Edgar Allan Poes. Er gilt als einer der größten französichen Lyriker ("Les Fleurs du Mal") und als einer der wichtigsten Wegbereiter der europäischen literaischen Moderne. "Les paradis artificiels" erschien 1860.