Labyrinth der Masken

von Leonardo Padura
aus dem kubanischen Spanisch von Hans-Joachim Hartstein
Bearbeitung: Barbara Engelmann
Regie: Thomas Leutzbach
Produktion: WDR 2008
54'

Im Wald von Havanna wird am 6. August, am Tag der Verklärung Jesu, die Leiche eines Transvestiten gefunden. Es handelt sich um Alexis Ayran, den Sohn eines Diplomaten und Unicef-Botschafters. Bei der Polizei will sich keiner an dem Fall die Finger verbrennen, aber Mario Conde, für sechs Monate zum Erkennungsdienst strafversetzt, ist froh, nicht mehr länger Karteikarten ausfüllen zu müssen und springt ohne zu zögern ein. Seine Ermittlungen führen ihn zu Ayrans Freund Marques, einem exzentrischen und legendären Theaterregisseur, der als Homosexueller in Kuba geächtet wird und ein feines Verwirrspiel mit Conde treibt.

Leonardo Padura, geboren 1955 in Havanna, liefert mit seinen poetischen Kriminalromanen nicht nur spannende Stoffe, sondern gleichzeitig hervorragende Milieustudien der kubanischen Gesellschaft. Der WDR produzierte bereits die ersten beiden Bände des „Havanna-Quartetts“; mit „Labyrinth der Masken“ und „Meer der Illusionen“ folgen in diesem Halbjahr Band drei und vier.