Der Laubfrosch

Ein sensationeller Kriminalfall aus dem Jahr 1929
von Karl Bogner

Komposition: Joseph Strobl
Regie: Karl Bogner
BR 1973
53’21 (I)
52’33 (II)
(I) Mit Fritz Straßner, Maxl Graf, Rolf Castell, Inge Schulz, Peter Fröhlich, Robert Michal, Oskar Eckmüller, Alexander Hegarth u.v.a.
(II) Mit Jürgen Arndt, Inge Schulz, Hans Baur, Fritz Straßner, Edmund Steinberger, Josef Manoth, Gert Heidenreich

In einer Novembernacht im Jahr 1929 rast ein Opel 4 PS, im Volksmund Opel Laubfrosch genannt, bei Gaimersheim in der Nähe von Ingolstadt gegen einen Kilometerstein und brennt völlig aus. Die Leiche des Fahrers ist grässlich verkohlt, doch anhand des Nummernschildes kann die Polizei den Fahrzeughalter identifizieren. Es handelt sich anscheinend um einen Kaufmann aus Leipzig, sein Name ist Kurt Erich Tetzner. Frau Emma Tetzner steht unter Schock; als sie ihren Mann identifizieren muss, bricht sie beinahe zusammen. Aber kaum hat sie die Polizeidienststelle verlassen, telegrafiert sie an drei Versicherungen, dass ihr Gatte bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Die drei Institute müssen zusammen die für damalige Verhältnisse unglaubliche Summe von 145.000 Reichsmark an die hinterbliebene Frau Tetzner auszahlen. Und das macht Kriminalkommissar Beck stutzig. Ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen, nimmt er sich des Falles an und deckt einen groß angelegten Versicherungsbetrug auf.

Karl Bogner zeichnet in seinem Hörspiel "Der Laubfrosch" die wahre Geschichte eines spektakulären Verbrechens aus der Weimarer Republik nach.

Joseph Strobl, alias Karl Bogner (1908-77), lebte in München. Kurzzeitiger Leiter der Musikabteilung von Radio München, Dirigent am Gärtnerplatztheater. Autor, Komponist und Regisseur zahlreicher BR-Hörspiele u.a. "Der unsterbliche Hanswurst" (1956), "Hotel Sacher. Ein musikalischer Bilderbogen" (1960), "Regina Wieshuber" (1977).