Laura di Rimini

von Carlo Lucarelli
aus dem Italienischen von Peter Klöss
Bearbeitung und Regie: Annette Berger
Produktion: WDR 2005
55’

Laura ist eine brave italienische Literaturstudentin. Sie trägt am liebsten rosa Polohemden und Pferdeschwanz. Gerade hat sie eine Prüfung mit Eins-plus bestanden und will den Sommer bei ihren Eltern in Rimini verbringen. Doch daraus wird nichts. Denn plötzlich wird Laura von falschen Polizisten besucht, von Killern mit Mickey Maus-Masken überfallen, in eine Schießerei verwickelt – und findet sich schließlich mit einem sentimentalen, schwer verletzten Profi von der Russenmafia auf der Autobahn wieder. Und das alles nur, weil sie aus dem Haus ihrer Professorin einen falschen Rucksack mitgenommen hat - in dem sich statt ihrer Uni-Sachen vier Kilo Kokain befinden. Die Professorin kann das auch nicht erklären, denn die ist inzwischen tot. Schnell merkt Laura, dass sie aus der Geschichte nur lebend rauskommt, wenn sie den Stoff seinen Besitzern zurückbringt. Doch das ist leichter gesagt als getan, und dabei bleiben auch rosa Polohemden nicht unbefleckt.

Carlo Lucarelli, geboren 1960 in Parma, Sänger einer Post-Punk-Band, Mitbegründer des literarischen Zirkels Gruppo 13, gibt eine Internet-Zeitschrift heraus und hat zahlreiche Romane veröffentlicht. Für den Lauschangriff wurde bereits sein Roman „Der grüne Leguan“ als Hörspiel realisiert.