Radio Tatort: Laute und leise weibliche Schreie

von Helmut Krausser

unter Verwendung der Ermittleridee "Das Paar"
von Nikolaus Stein von Kamienski und Jackie Engelken
Komposition: Jackie Engelken und Ulrik Spiess
Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: HR 2009/ca. 54'

Der zweite Fall des hessischen Ermittlerteams Camillo Falk, Wiesbadener Zeitungsfotograf, und seines Sohnes Raimund, Hauptkommissar beim Morddezernat der Landeshauptstadt. Im noblen Stadtteil Neroberg werden binnen dreier Tage zwei einsame Damen, beide um die 60, in ihren Wohnungen erwürgt. Beide wurden vor mehr als drei Jahrzehnten von Camillo in einem Bildband porträtiert, der junge Damen der gehobenen Gesellschaft kontrastierend neben Junkies und Prostituierte stellte. Das muss, denkt man, ein absurder Zufall sein, dennoch wird Raimund Falk wegen möglicher Befangenheit von dem Fall abgezogen - durch Kriminalrätin Dr. Ursula Pelz. Zu ihr aber hatte Camillo ebenfalls in dieser Zeit eine durchaus persönliche Beziehung. Die unerfahrene Kommissarin Sascha Weiss leitet fortan die Ermittlungen, auch wenn Raimund ihr aus dem Hintergrund assistiert. Bald stellt sich heraus, dass der alte Charmeur Camillo mehr mit den Morden zu tun hat, als ihm lieb ist.

Helmut Krausser, geboren 1964 in Esslingen, lebt als Schriftsteller in Potsdam. Er schreibt Gedichte, Theaterstücke, Hörspiele, Erzählungen und Romane, z. B. "Fette Welt" (1989), "Melodien" (1993), "Ultrachronos" (2003). Sein Hörspiel "Denotation Babel" (HR 1999) wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Zuletzt erschien sein Roman "Die kleinen Gärten des Maestro Puccini".

Alle Radio Tatorte sind nach der Ausstrahlung noch eine Woche lang im Internet zu hören.
Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Radio-Tatort-Homepage der ARD.