Die letzten Worte von Dutch Schultz

von William S. Burroughs

Regie: wittman/zeitblom
Komposition: wittman/zeitblom
Bearbeitung: wittman/zeitblom
Produktion: WDR 2013
Länge: 53'


New York, 1935: Gangsterkönig Dutch Schultz liegt von Kugeln durchsiebt im Sterben. Ein Polizei-Stenograph notiert seine letzten Worte, 1200 Wörter. William S. Burroughs macht 1970 aus diesem Dokument ein Drehbuch. Er zerschneidet es, klebt es wieder zusammen. Am Ende wird aus der Beschreibung der letzten 20 Stunden vor dem Tod ein nie realisierter Film über den Aufstieg und Fall des Königs der Bronx. 2013 wird aus dem Drehbuch ein Hörspiel: Der Text über das Leben des "Dutchman" ist ein Prototyp weltweiter Verbrecher-Biografien. Doch im Gegensatz zu den heutigen Oligarchen und "Konzernchefs" kannte Dutch Schultz noch keine globalisierte Welt, keine Netzwerke. Für ihn war New York City das Zentrum der Macht, an dem er um jeden Preis festhielt. Einer der Gründe für seinen Untergang.

William S. Burroughs, 1914-1997, US-Schriftsteller der Beat Generation, Ikone der Popkultur. Um seine Morphinsucht zu finanzieren, dealte er mit Heroin und baute auf seiner Farm Marihuana an. Er erschoss seine Frau im Alkoholrausch und war Mitglied bei Scientology. Die meisten seiner Werke haben autobiografische Züge.