Die Leuchten in der Nacht


Regie: Reto Ott
Produktion: Schweizer Radio DRS 1 2010
Länge: 51'

Der atomare Super-GAU von Tschernobyl war Gerhard Meister bekannt, die Katastrophe von Fukushima stand noch bevor, als er sich die Zukunft der Deutschschweiz nach der Explosion eines Atomreaktors ausmalte: Die Deutschschweiz ist ein verstrahltes Sperrgebiet, das von einer Schutzmauer umgeben ist und von der EU als Endlager genutzt wird. Die Wirtschaftselite hat sich abgesetzt, und von der einstmals blühenden Zivilisation sind nur noch Reste vorhanden. Warlords bekriegen sich, und verrohte Menschen hausen in Ruinen wie in Höhlen.

In vier ineinander verzahnten Monologen beschreibt Meister die Apokalypse als Normalfall. Das ist nüchtern im Ton, beklemmend, aber auch grotesk und manchmal ein kleines bisschen magisch.

Mit: Miriam Japp, Philippe Graber, Francesca Tappa, u.a.

Gerhard Meister, geboren 1967 im Emmental, lebt mit seiner Familie in Zürich. Neben zahlreichen Theaterstücken schreibt er regelmäßig Hörspiele für DRS, u. a. "Sowie weitere Verstöße gegen die Weltordnung" (07) und "Naturkunde für Altweltaffen" (09). Als Protagonist der erfolgreichen Spoken-Word-Gruppe "Bern ist überall" steht er auch selber auf der Bühne.