Die Libelle

von Valerie Stiegele nach John le Carré
Produktion: SWF/HR
1992 Ton: Roland Seiler
Regie: Hermann Naber
Teil 1: Die Vorbereitung 57'05
Teil 2: Der Preis 57'05

Mitwirkende:
Erzähler - Wolfgang Condrus
Charlie - Verena von Behr
Joseph - Christian Brückner
Marty Kurtz - Hans Caninenberg
Litvak - Jörg Ratjen
Oded - Markus Hoffmann
Lucy - Christine Schönfeld
Ned Quilley - Manfred Steffen

Eine Einsatzgruppe des israelischen Geheimdienstes ist auf der Jagd nach dem palästinensischen Top-Terroristen Khalil, der für eine große Zahl von Bombenanschlägen in Europa verantwortlich ist. Der Kopf des israelischen Teams ist Marty Kurtz; er entwirft einen raffinierten Plan, dessen Hauptakteurin eine Frau ist - die junge englische Schauspielerin Charlie. Sie wird als Lockvogel in die Palästinenserszene geschleust. Charlie soll die Rolle einer Geliebten von Khalils Bruder Michel spielen. Jede Phase von Charlies fiktiver Liebesgeschichte wird minutiös nachgestellt und eintrainiert, bis Charlie schließlich mit ihrer neuen Identität so fest verwachsen ist, dass die Palästinenser sie ohne Argwohn akzeptieren. Die Rolle ihres Liebhabers übernimmt der israelische Spitzenagent Joseph, in den sie sich tatsächlich verliebt. Doch je mehr Charlie Joseph verfällt, desto fragwürdiger wird ihr die Sache der Israelis. Sie beginnt die Sache der Palästinenser zu verstehen und mit ihnen zu fühlen. Gut ist nicht mehr gut, böse nicht mehr böse.

John le Carré, als David John Moore Cornwell 1931 in Poole/England geboren, studierte in den Nachkriegsjahren Germanistik in Bern und war lange Jahre im diplomatischen Dienst tätig, unter anderem auch in Bonn. Er verfasste sechzehn Spionageromane, die allesamt zu
internationalen Bestsellern wurden.