Das Lied vom Sag-Sager

von Daniel Danis
aus dem kanadischen Französisch von Uta Ackermann
Musik: Thomas Dalle
Regie: Marguerite Gateau
Ton: Werner Klein, Annette Matheis
Prod.: SR/DLF 2001 Länge: 62´53

Irgendwo im dünnbesiedelten Québec leben die Brüder Rock, William und Fred-Gilles Durant in einem windschiefen Holzhaus. Zu ihrer „Société d’amour Durant“, der „Gesellschaft der dauerhaften Liebe“, gehört auch Noéma, eine begnadete Akkordeonspielerin. Noéma verließ ihre Brüder, um ein Star zu werden. Jetzt kommt sie wieder nach Hause, aber die Brüder erkennen sie kaum wieder. „Ich glaube“, sagt Daniel Danis über sein Stück, „dass es eine große Sehnsucht gibt, den Riss zwischen der technischen Welt und dem archaischen Gefühlsleben der Menschen zu heilen. Deswegen haben meine Figuren eine Sprache, die der kleiner Kinder ähnelt. Sie sprechen nicht Techno wie der Rest der Welt. Das ist ihre Freiheit.“

Besetzung: Felix Von Manteuffel, Matthias Matschke u.a.

Daniel Danis, 1962 im Norden von Québec geboren. Mit 18 Missionar in Haiti, Rückkehr nach Québec, Schauspieler, Sozialarbeiter, heute dort Bildhauer u. Theaterautor. Zahlreiche Auszeichnungen für seine bisher 11 Theaterstücke, auf Deutsch u.a. „Kieselasche“ (1994) u. „Kiwi“ (2007).