Lone Star

von Kinky Friedman
Aus dem Amerikanischen von Hans-Michael Bock
Bearbeitung: Wiglaf Droste und Christian Gasser
Regie: Thomas Werner
Produktion: WDR 1996
Länge: 56'05

Ausgestattet mit zwei roten Telefonen, Kaffee, der Katze und unendlich vielen Zigarren, sinniert Kinky in seiner Village-Loft über den Mord im "Lone Star":

"Einem Country-Sänger war vor acht Tagen auf ziemlich unschöne Weise die Stimme gebrochen worden. Vor dem Mord hatte ihm jemand den Hank-Williams-Song ‚Hey Good Lookin' zugesandt, der im Text den Hinweis auf einen Zwei-Dollar-Schein enthielt, und dieser Zwei-Dollar-Schein hatte nun wiederum seinen verrückten Weg in die sterbende Brusttasche des bestickten Anzugs des jungen Cowboys gefunden. Geradezu wie im Alten Westen. Aber wer hatte überhaupt Interesse daran, einen hohnig-kehligen kuscheligen Traum aller Hausfrauen abzumurksen? Außer mir, natürlich. Ich wusste keine Antwort."

Kinky Friedman, geboren 1945 in Texas, lebt abwechselnd auf einer texanischen Ranch und im Village von Manhattan. Der Cowboy und Country-Sänger war Bandleader der "Texas Jewboys" und ist Held seiner eigenen Village-Krimis. Der "Chicago Tribune" bezeichnete ihn als "zeitgemäßer Zwitter aus Groucho Marx und Sam Spade".