Lovebox

von Dirk Josczok
Regie: Burkhard Ax
Produktion: WDR 2006
54’

Maria Heise, 33, ledig, wird tot in ihrer Wohnung aufgefunden. War es wirklich Selbstmord, wie der Abschiedsbrief vermuten lässt? Kommissarin Nusser ist im Zweifel. Anders als ihr Assistent Möller. Dass der den Fall möglichst schnell ad acta legen will, ist allerdings nur zu verständlich. Schließlich kannte er die Tote, wenn auch nur virtuell unter ihrem Webnamen „Sugar“. Trotzdem peinlich, dass er seiner Chefin beichten muss, in der Internet-Partnerbörse „Lovebox“ nach erotischen Kontakten gesucht zu haben. Für Nusser tun sich angesichts Möllers sexueller Neigungen Abgründe auf, erst recht aber beim Surfen in der „Lovebox“. Da gibt es alles, was das einsame Herz begehrt. Und vielleicht einen Mörder, der unter den Singlefrauen wildert? Als weitere Selbstmorde bekannt werden, sieht Nusser ihre Befürchtungen bestätigt. Aber Beweise gibt es ebenso wenig wie eine heiße Spur - bis Nusser sich selbst in die „Lovebox“ begibt: als Lockvogel für einen Mörder.

Dirk Josczok, geboren 1968, lebt als Autor von Prosa, Theaterstücken, Hörspielen und Drehbüchern in Berlin. Er verfasste das Drehbuch für eine Episode der Pro 7-Serie „Zielfahnder“ (1999), für SAT 1 schrieb er die erste Folge des dreiteiligen Krimis „Inspektor Rolle“ (2002). Der WDR produzierte von ihm unter anderem die Hörspiele „Mördergrube“ (1998) und „Down Under“ (2000). Nach „Handy“ (2003), „Show Down“ und „Frauenfalle“ (beide 2005) ist „Lovebox“ das vierte Stück mit der Hauptkommissarin Carola Nusser.