Maigret läßt sich Zeit

von Georges Simenon
Produktion: WDR 1988
Regie: Dieter Carls
Bearbeitung: Karl Lüke
59'

Wenige Jahre vor seiner Pensionierung will Maigret noch seinen bisher längsten Fall lösen. Seit fast 20 Jahren gibt es in Paris immer wieder dreiste Überfälle auf Juwelenhändler, am hellichten Tage und immer - nach den Beschreibungen - von mehr oder weniger jungen Männern verübt. Sie haben die Verbrecher abgelöst, die vor den 50er Jahren wesentlich komplizierte Formen angewandt haben. Wieder ist ein solcher Überfall verübt worden und von den Tätern keine Spur. Seit Jahren beobachtet Maigret schon einen Mann namens Palmari, der Nachtclubs besitzt, und, seitdem er von einem Konkurrenten angeschossen wurde im Rollstuhl sitzt. Er besucht ihn wieder einmal, hat ein fast freundschaftliches Verhältnis zu ihm und zu seiner viel jüngeren Freundin Aline aufgebaut. Kurze Zeit später erhält Maigret die Nachricht, daß Palmari im Rollstuhl von hinten erschossen worden ist . . . Zusammen mit dem neuen Ermittlungsrichter Ancelin ermittelt Maigret vor allem in dem Haus, in dem Palmari wohnt. Stockwerk für Stockwerk lernt er die Leute kennen. Bis Maigret schließlich im Keller auf dunkle Spuren stößt, vergeht allerdings noch viel Zeit ...

Mit:
Maigret: Charles Brauer
Erzähler: Charles Wirths
Aline Bauche: Elke Aberle
Inspektor Janvier: Matthias Brambeer
Inspektor Lucas: Wolfgang Haubner
Ancelin: Walter Gontermann
Manuel Palmari: Gottfried Mehlhorn
Mina Barillard: Erika Skrotzki
Fernand Barillard: Michael Thomas
Concierge: Elisabeth Scherer
Alte Dame: Christa Strobel-Mertins
Jean Loup Pernelle: Matthias Ponnier
Kommissar Clerdent: Lothar Ostermann
Berenstein: Josef Meinertzhagen
Dr. Nobel: Curt Faber
Inspektor Lapointe: Stephan Bülow

Georges Simenon (1903-1989), belgischer Romanschriftsteller. Veröffentlichte 1921 seinen ersten Roman, ging dann nach Paris. Lebte später in Kanada, den USA und ab 1957 in der Schweiz. Schrieb mehr als 200 Kriminalromane.