Maigrets Memoiren

von Georges Simenon
Bearbeitung und Regie: Gerhard Aberle
Produktion: BR 1983
55'

1950 hat sich Georges Simenon den Witz erlaubt, seine Kunst- und Kultfigur Maigret zum Autor zu machen. Und zwar eines Memoirenbandes, der damit beginnt, wie sich Maigret an seine erste Begegnung mit dem jungen Journalisten «Georges Sim» erinnert. Bald schon findet sich Maigret als «Maigret» in den erfolgreichen Romanen dieses Simenon wieder. Nicht immer zu seinem Gefallen: es fallen ihm Ungereimtheiten auf, die er korrigiert, und biografische Leerstellen, die er füllen möchte. «Maigrets Memoiren» ist kein Krimi, sondern ein ironisches Spiel des Autors mit sich selbst. Und ist dennoch eines der spannensten und tiefgründigsten Werke, die Simenon je geschrieben hat.

Mit: Wolfgang Hess (Erzähler), Walter Richter (Maigret), Bernd Herberger (Simenon), Cordula Trantow (Madame Maigret) u. a.

Georges Simenon (1903-1989), belgischer Romanschriftsteller. Begann mit 16 Jahren Reportagen zu schreiben, veröffentlichte 1921 seinen ersten Roman, ging dann nach Paris, Kanada und nach dem 2. Weltkrieg in die
USA. Von 1957 bis zu seinem Tod lebte er in der Schweiz. Er schrieb mehr als 200 Kriminalromane.