Der Mann, der den Zügen nachsah

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Georges Simenon
aus dem Französischen von Walter Schürenberg
Bearbeitung: Walter Adler
Regie: Walter Adler
Produktion: SWF 1998

Nach Aussagen seiner Zeitgenossen ist Kees Popinga, 39, ein guter
Ehemann und Familienvater, zudem strebsamer Prokurist, - also ein ganz
normaler Bürger zumindest bis zu dem Tag, an dem er durch den
betrügerischen Bankrott seines Chefs sein gesamtes Privatkapitel verliert.
Popinga selbst hält sein bisheriges Leben für langweilig, weshalb er von
heute auf morgen aus den gewohnten Bahnen ausbricht. "Ja, will denn
keiner verstehen, daß ich vorher nicht normal gewesen bin" - schreibt er in
einem Leserbrief. Zu diesem Zeitpunkt ist er schon Gegenstand der
Titelseiten. - Simenon schuf einen Fall, der die üblichen Vorstellungen von
Normalität ins Wanken bringt. Gibt es gute Gründe, kriminell zu werden?
Oder gibt es doch noch Alternativen zwischen dem wunschlosen Unglück
des Alltags und der Rolle eines Frauenmörders?

Mit: Klaus Barner, Christian Berkel, Suzane Barth, Benjamin Marquart u.a.

Georges Simenon | (1903-1990), kam 1923 nach Paris und publizierte ab
1930 die Kriminalromane der "Maigret"-Serie, die ihn schnell berühmt
machten. Zahlreiche Hörspieladaptionen.