Der Mann, der Donnerstag war

von Gilbert Keith Chesterton

Regie: Wilhelm Semmelroth
Komposition: Hans Jönsson
Bearbeitung: Gisela Prugel
Produktion: NWDR 1950
Länge: 79'

Der englische Schriftsteller Gilbert Keith Chesterton errang seinen Ruhm als Essayist, Romancier, Kritiker und parodierender Kriminalschriftsteller. Aber in keiner seiner Arbeiten sind alle diese Begabungen so vereint anzutreffen wie in seiner 1908 in London erschienenen burlesken Detektivgeschichte "Der Mann, der Donnerstag war!".

"Donnerstag" ist ein Dichter, der von der Londoner Polizei für die Anarchistenabwehr angeworben wird und sich unter diesem Namen in eine Anarchistenbewegung einschleicht, deren Mitglieder nach den Wochentagen benannt sind. Es stellt sich bald heraus, dass alle Wochentage mit Ausnahme von Sonntag Polizeispitzel sind, die die wahre Identität von Sonntag aufdecken sollen.

Mit: René Deltgen (Gabriel Syme), Rudolf Therkatz (Greqory), Peter Esser (Präsident/Sonntag), Kaspar Brüninghaus (Sekretär/Montag), Werner Hessenland (Marquis de St. Eustache/Mittwoch), Hermann Pfeiffer (Professor de Worms/Freitag), Gerhard Geisler (Dr. Bull/Samstag), Heinrich Fürst (Der Vorsitzende), Bernd M. Bausch (Sprecher/Darsteller), Karl Maria Schley (Sprecher/Darsteller), Rudolf Böhme (Sprecher/Darsteller), Frank Barufski (Sprecher/Darsteller), Herbert Kappen (Sprecher/Darsteller)

Gilbert Keith Chesterton wurde 1874 in London als Sohn einer prostestantischen Familie der Mittelklasse geboren. Nach dem Besuch einer Kunstschule arbeitete er als Journalist für verschiedene liberale Zeitschriften, machte sich jedoch bald als Schriftsteller einen Namen. Chesterton gilt als einer der glänzendsten Stilisten der modernen englischen Literatur, in der er gleichwohl stets ein Außenseiter blieb. Zu seinen bekanntesten Büchern gehören neben "Der Mann, der Donnerstag war", "Die Geschichten von Pater Brown". 1922 konvertierte Chesterton zum Katholizismus und schrieb mehrere theologisch inspirierte Werke, darunter Biografien über Franz von Assisi und Thomas von Aquin. Chesterton starb 1936 in London.