Maschinenwinterresonanz

von Barbara Eisenmann und Frieder Butzmann

Regie: Barbara Eisenmann und Frieder Butzmann
Produktion: WDR 2010
Länge: 53'

"Das Interessanteste, was Menschen herstellen könnten, ist die Menschheit." (Dietmar Dath). In Dietmar Daths Streitschrift "Maschinenwinter" stellen die Menschen fest, dass Maschinen keine Früchte hervorbringen; sie sind unfruchtbar wie Pflanzen im Winter. Der Fortschritt ist keiner mehr, weil die Menschen zu Sklaven der Maschinen geworden sind. Doch nicht die Technik ist das Problem, es sind die Besitzverhältnisse im Kapitalismus. In Daths Gepäck für eine sozialistische Zukunft finden sich Darwin und Lenin genauso wie bürgerliche Revolutionäre des 18. Jahrhunderts oder marxistische Computerwissenschaftler der Gegenwart. Man kann seine Ansichten ablehnen, weiterdenken, verlachen, einen Song daraus machen oder ein Mantra für die Abendmeditation. Mit Künstlern, Wissenschaftlern und Theoretikern wird der Resonanzraum von Daths Thesen hörbar gemacht.

Barbara Eisenmann wurde 1960 in München geboren, sie studierte in Granada und Berlin, lebt heute in Berlin und macht hauptsächlich Radiostücke. Frieder Butzmann, geboren 1954, lebt in Berlin, sammelt Klänge, macht Hörspiele, Features, Filmmusiken und präsentiert sich mit sprachlich-musikalischen Vorträgen.