Die Maske des Feindes

von Amelie Nothomb
Aus dem Französischen von Christian Ruzicska
Regie: Klaus Mehrländer
Musik: Jochen Scheffter
Produktion: WDR 2002
60 Min.

Jérôme Angust, erfolgreicher Geschäftsmann, wartet entnervt auf das Flugzeug nach Barcelona. Der Abflug verzögert sich aus technischen Gründen. Ein Mitreisender stellt sich ungefragt als Textor Texel vor und zwingt Jérôme das Gespräch auf. Angust hat keine Chance, ihm zu entkommen.
Texel schildert ihm seine abstrusen Kindheitserinnerungen und behauptet sogar, auf dem Friedhof Montmartre eine junge Frau vergewaltigt zu haben - aus Liebe. Angewidert und zornig ist Jérôme davon überzeugt, daß er es mit einem Verrückten zu tun hat. Doch damit nicht genug.
Es folgt ein zweites noch ungeheuerlicheres Geständnis. Jérôme macht eine schreckliche Entdeckung und verzweifelt an Textor und sich selbst.

Mit Rufus Beck, Felix von Manteuffel u.a.

Die Belgierin Amelie Nothomb, 1967 in Kobe geboren, hat ihre Kindheit und Jugend in Japan und China verbracht. Sie publiziert seit zehn Jahren Novellen und Romane und gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen frankophonen Autorinnen. Für "Staunen und Zittern" erhielt sie 1999 den renommierten französischen Literaturpreis "Prix du Roman de L'Académie". Zuletzt sendete der hr "Die Reinheit des Mörders".