Matjessaison

von Monika Lätzsch
Produktion: MDR 1997
Ton: Evelyn Rühlemann
Regie: Günter Bommert

Mitwirkende:
Fischer - Kurt Böwe
Renate - Susanne Bard
Fiete - Lutz Riemann
Johnny - Hilmar Eichhorn
Jörg - Udo Schenk
alte Dame - Elisabeth Wiedemann
Theo - Ulrich Voß
Mädchen - Frauke Poolman
Polizist - Wolf- Dieter Lingk

Ein Schuss fiel nächtens in dem kleinen ostdeutschen Seebad.
Auch die alte Dame hatte ihn wahrgenommen. Ein Schuss im
Rotlichtmilieu - kein Grund zur Abreise. Ihr gefällt dieser Ort mit
seinem hinter der Mauer etwas zurückgebliebenen Provinzstil. Und
die Leute, die sich morgens an der Brücke treffen, wenn die Kutter
anlanden - der etwas Dürftige mit seiner Mundharmonika und der
Fischer mit seinem wettergegerbten Gesicht. Er hat den Toten heut
nacht gesehen am "Immendiek", und seinen Mörder auch. Schon
einmal waren solche entsetzten Augen auf ihn gerichtet gewesen -
zu einer anderen Zeit, in einer anderen Geschichte. Die Renate vom
Obst hatte zuerst gehofft, dass der Tote Theo ist, der ihr nachstellt,
sie drangsaliert. Doch der ist da. Wer fehlt, ist Johnny. Johnny, aus
Karl-Marx-Stadt, mit dem Goldkettchen um den Hals und dem
bunten Hemd.

Monika Lätzsch, veröffentlicht seit Ende der siebziger Jahre
Prosa- und dramatische Texte. Sie schrieb Fernsehtexte für die
"Schauspielereien" und die Komödie "Ein Häuschen mit Butler"
(Volkstheater Rostock). Von den zahlreichen Hörspielen für Kinder
und Erwachsene erhielt 1988 "Das Mädchen von morgen" den
Kinderhörspielpreis der Stadt Wien.